Spreewaldmarathon
25 km Wanderung am 19.04.2009 rund um LieberoseUff, geschafft! Diesen Satz hörte man sehr oft, als alle 54 Wanderer gegen 17.30 Uhr im Hof vom FiZ in Lieberose ankamen. Aber dann ging es noch einmal zur Sache. 10 Minuten Dehnungsübungen zum Abschluss und alle machten mit, da hatte der Muskelkater keine Chance. Hinter den Wanderern lagen ereignisreiche Stunden. Schon beim Start wurden mit flotter Musik die Glieder in Schwung gebracht und mit Bekanntgabe der Strecke die Vorfreude auf viele Überraschungen geweckt. Am historischen Stadttor wurden die Wanderer mit aufmunternden Worten und fetzigen Wanderliedern verabschiedet. Über den Eichberg ging es dann durch den Stockshof.
Auf die Schönheiten dieses Naturschutzgebietes wies Förster Horn hin und beantwortete viele Fragen. Aber dann ertönte der Ruf „Überfal“l und Wolfgang der Geächtete mit Räuberbraut Marlis versperrten mit Pfeil und Bogen den Weg. Glücklich der Gefahr entronnen wurde dann am Backofen bei den Dammer Teichen gerastet und der leckere Kesselgulasch, durch die Feuerwehr serviert, schmeckte allen. Bei herrlichem Sonnenschein ging es dann weiter durch die erwachende Natur. Plötzlich ertönte Kanonendonner vor uns am Waldesrand. Die Grün-Weißen hatten wieder ihre Kanonen in Stellung gebracht und ernteten viel Beifall. Etwas ruhiger ging es dann den Kirchsteig nach Mochlitz entlang und am Steilufer des Raduschsee kam jeder ins Schwärmen. Auf der Wiese wurde – wie im vergangenen Jahr auch -wieder ein großes Gruppenfoto gemacht. Leider haben wir unseren Fischer auf seinem Steg nicht gefunden oder war es der Kaffeeduft, der schon von Blasdorf über die Wiesen wehte? Jedenfalls wurde das Tempo immer schneller. Jeder wollte wieder einen schönen Platz auf dem idyllischen Hof bei Bauer Kupke ergattern. Und wir wurden nicht enttäuscht. Ein riesiges Kuchenbuffet, Kaffee und Schmalzstullen erwarteten die Wanderer und mancher konnte nicht genug die Gastfreundschaft loben.
Mit einem kleinen Muntermacher als Wegzehrung wurden wir noch durch die Fischteiche an die Gatter des Damwildes geführt und Hirsch Heinrich zeigte sich allen in seiner schönsten Pracht. Dann stand ja noch der Besuch der alten Dame auf dem Programm. Fünfhundert Jahre steht die alte Eiche schon an diesem Platz und so mancher wünschte sich im Geheimen, sie würde uns davon erzählen. Dann noch mal kräftig durchatmen. Das letzte Teilstück stand an. Am Pulverteich wurden wir schon von Mario mit seinem tollen Hengst Granat erwartet. Er geleitete uns sicher durch die Wiesen zum Fließ. Es war einfach ein herrliches Bild den Reiter in der Natur in vollem Galopp zu erleben. Durch den Schlosspark war es dann nicht mehr weit zum Ziel. Für die ganz Müden gab es dann noch eine sehr schöne halbe Stunde auf dem Kahn mit dem Fährmann Günter Bramburger, der sie direkt zum FiZ zur Siegerehrung brachte.
Bei der Verleihung der Urkunden ging es noch mal hoch her. Jeder erzählte von seinen Eindrücken und einer bemerkte dann, nicht eine Wolke hat den Weg der Wanderer getrübt. Man war sich einig, im nächsten Jahr sind alle wieder dabei. Dank an alle, die diese schöne Wanderung vorbereitet haben und mit viel Freude ihren Beitrag zum Gelingen beigetragen haben.
Nachlese zur 15 km Straupitzerwanderung aus Anlass des SpreewaldmarathonAngenehm überrascht waren die Organisatoren vom Heimat und Fremdenverkehrsverein Straupitz über die Starterzahl von 79 Teilnehmern. Nach einer Stärkung bei einem vom Verein organisiertem Frühstück und anschließender kurzen Gymnastik zum Warmmachen ging es auf die Strecke nach Byhlen. Genutzt wurde die alte sogenannte Kirschallee. Hier gab es einen kurzen Getränkestop. Die Wanderung führte durch den verschlafenen Ort Byhlen zur Pinschensquelle die früher das Straupitzer Schloss mit Wasser versorgte.
Hierzu gab es interessante Ausführungen vom Förster Romeo Buder und die Wanderfreunde probierten das Quellwasser. Durch das Quellgebiet am Waldrand entlang ging es zum Weinberg wo Förster Buder nochmals Ausführungen zur Geschichte der Byhlener Quellen machte. Nach einem Imbiss bei Quizens in Byhlen ging die Wanderung über den alten Spreewaldbahndamm Richtung Straupitz weiter. Vorbei an den alten Straupitzer Eichen zum letzten Höhepunkt der Wanderung. Alle Teilnehmer waren überrascht als mitten in den Wiesen Kähne bereit standen und somit der letzte Teil der Wanderung per Spreewaldkahn bestritten wurde. Damit hatte die Straupitzer Wanderung einen würdigen Abschlusspunkt gesetzt. Für 2010 haben die Organisatoren aus Straupitz schon wieder tolle Ideen für die Wanderung.
Christina Schmidt
FiZ Lieberose
